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Mitglieder und ihre Fahrzeuge Mitglied Thomas Klein

Mitglied Thomas Klein

Mitglied Thomas Klein und sein Ford Model A Phaeton, Baujahr 1929

Nachdem ich mir einen Ford Model A Threedor von 1931, ein Cabrio von 1928, ein Sportcoupe von 1927 und einen Fordor von 1928 gekauft hatte, sollte es nun ein Phaeton sein, wobei mir das Baujahr nicht weiter wichtig erschien.

Die angebotenen Fahrzeuge waren mir zu teuer und so schaute ich in die Verkaufsanzeigen von ebay USA. Hier wurde ich schnell fündig und stolperte über einen grünen Phaeton von 1929 den ich nach einigen Rückfragen und weiterer Korrespondenz auch erwarb. Ich hatte nun meinen gewünschten Phaeton; aber wie bekomme ich das gute Stück nach „good old Germany“?

Ich beauftragte eine darauf spezialisierte Firma, die mir von einem Bekannten empfohlen wurde. Nach einigen Wochen des Wartens, konnten ich mit meinem Schwager in die Niederlande fahren, um endlich das Auto abzuholen. Nach gut zwei Stunden waren wir in Roosendaal und ich sah das Auto zum ersten Mal live. Ich war positiv angetan. Der Wagen sprang sofort an. Mit dem Autotransporter überführten wir den Oldtimer.

Nun ging es daran, dem Auto eine Blink- Warnblinkanlage zu installieren, das Licht einzustellen (das Auto hatte zwar eine separate Standlichteinstellung, aber bei Abblend- und Fernlicht ging das Standlicht nicht mit an. Da diese Lichtstellungen hier in Deutschland Pflicht sind, musste ich den Kabelbaum dementsprechend neu verlegen). Ebenso wurden die Bremsen eingestellt. Mittlerweile war auch mein neuer Autotransportanhänger geliefert worden und er hatte seine Jungfernfahrt mit dem Oldie zum TÜV.

Anstandslos bekam das Auto seine H- und Vollabnahme. Auf meinen Wunsch wurden dann auch vorne und hinten ein Leichtkraftradkennzeichen, wie ich es auch bei den Vorgängermodellen bekam, eingetragen. Die Zulassung, reine Formsache.

Noch zu erwähnen ist, dass ich der 4 Besitzer dieses Autos bin (von denen –mit mir- noch 3 leben!). Ich habe demnächst vor, den 2. Besitzer, der mittlerweile auch schon fast 100 Jahre alt ist, anzuschreiben.

Mittlerweile hat der Phaeton Zusatzfernscheinwerfer, einen Öldruckmesser, Drehzahlmesser, eine Kühlwassertemperaturanzeige und ein Radio bekommen.Auch der manuelle Einarmwischer wurde gegen einen elektrischen Doppelarmwischer getauscht. Diverse Lackschäden wurden behoben. Bei dem Radio war darauf zu achten, dass es mit 6 Volt und +an Masse zu betreiben ist! Aber die alten Blaupunkt Radios kann man ja umstellen.

Meine Fazit dieser Geschichte: Man kann knapp 50% der Kosten sparen im Vergleich zu einem hier in Deutschland gekauften Fahrzeug. 

Da man jedoch in einen Motor beim Kauf des Fahrzeugs kaum reinschauen kann, ist mir dieser ausgerechnet bei einer Sternfahrt zu den Ford Werken nach Köln gestorben. Das vorher „Ersparte“, durch den Direktkauf in den USA, war nun um 7000 € minimiert, denn so viel hat mich die Aufarbeitung meines Motors inklusive diverser Neuteile wie komplettem Zündverteiler, Schwungradgehäuse aus Alu etc. gekostet.

Derzeit bekommt der Phaeton ein neues Verdeckgestänge und ich habe dem A eine neue Dachhaut spendiert.

Es grüßt Euch, Tommy (Thomas Klein) aus Essen…